Rudower Schützen 1960 e.V.

Dem Sport gewidmet – der Tradition verpflichtet

Unsere Disziplinen

Wir bieten eine große Bandbreite an Disziplinen – vom Einstieg bis zum Wettkampf.
Egal ob Präzisionsschütze, dynamischer Wettkampfsportler oder Neueinsteiger – bei uns findet jeder die passende Disziplin.

Armbrust:

Armbrustschießen erinnert viele an Wilhelm Tell, ist heute jedoch eine moderne und technisch anspruchsvolle Sportart. Aus der historischen Jagd- und Verteidigungswaffe ist ein präzises Hightech-Sportgerät geworden.

Die Armbrust ist meist auf einem Luftgewehrschaft aufgebaut. Gezielt wird wie beim Gewehr über Diopter und Ringkorn, unterstützt durch eine kleine Wasserwaage zur exakten Ausrichtung. Nach dem Spannen des (meist aus Karbon gefertigten) Bogens wird ein Pfeil – auch Bolzen genannt – aufgelegt. Durch das Auslösen der Bogenspannung fliegt er ins Ziel und bleibt hinter der Scheibe in einem speziellen Fangmaterial stecken, bevor er für den nächsten Schuss wieder entnommen wird.

Blasrohr:

Blasrohrschießen ist eine noch junge Sportart, die sich rasant entwickelt und immer mehr Begeisterte findet. Was zunächst belächelt wird, entpuppt sich schnell als spannender Sport, der Konzentration, Präzision, Lungenvolumen und innere Ruhe fördert.

Der Sport ist leicht zu erlernen, kostengünstig und für die ganze Familie geeignet – ob im Sitzen oder Stehen, mit oder ohne Handicap. Fairness und Chancengleichheit stehen im Mittelpunkt.

Geschossen wird mit einem geraden Rohr (meist 10 oder 16 mm Innenmaß) und passenden Pfeilen mit Spitze und Kunststoffkonus – ohne Visier oder Zielhilfen. Im Wettkampf zielt man auf eine Scheibe mit Ringwertung von 6 bis 10.

In Deutschland ist Blasrohrschießen noch eine junge Disziplin mit viel Potenzial und spannenden Entwicklungsmöglichkeiten.

Bogen:

Bogensport verbindet Tradition mit moderner Wettkampftechnik und ist eine olympische Disziplin. Geschossen wird mit dem Recurvebogen, Compoundbogen oder Blankbogen – je nach Wettbewerb und Altersklasse.

Im Mittelpunkt stehen Konzentration, Körperbeherrschung und eine saubere Schusstechnik. Der Ablauf ist klar strukturiert: Bogen spannen, sauber ankern, über Visier oder intuitiv zielen und den Pfeil kontrolliert lösen. Präzision, mentale Stärke und Wiederholgenauigkeit entscheiden über den Erfolg.

Geschossen wird auf unterschiedliche Distanzen – in der Halle meist auf 18 Meter, im Freien auf größere Entfernungen. Ziel ist eine Scheibe mit Ringwertung von 1 bis 10.

Bogensport im Deutschen Schützenbund ist für alle Altersklassen geeignet und verbindet sportliche Herausforderung mit Ruhe, Fokus und Gemeinschaft.

Pistole: Lichtpistolen, Luftpistolen, KK-Pistolen und -Revolver, GK-Pistolen und -Revolver

Das sportliche Schießen mit Pistole oder Revolver bietet – ähnlich wie beim Gewehr – verschiedene Disziplinen mit unterschiedlichen Anforderungen. Je nach Wettbewerb liegt der Fokus auf dem präzisen Einzelschuss (z. B. Luftpistole, Freie Pistole), auf schnellen Schussserien (Schnellfeuerpistole) oder einer Kombination aus beidem.

Geschossen wird meist einhändig mit ausgestrecktem Arm, gezielt über Kimme und Korn. Neben hoher Konzentration sind Kraftausdauer und Koordination entscheidend, um das Abzugsgewicht kontrolliert und im richtigen Moment auszulösen.

Geschossen wird (frei) stehend, stehend aufgelegt oder sitzend aufgelegt.

Gewehr: Lichtgewehr, Luftgewehr, KK-Gewehr, GK-Gewehr, Zimmerstutzen und Ordonanzgewehr

Das Gewehrschießen umfasst eine große Vielfalt an Disziplinen, die sich vor allem durch die Distanz zum Ziel und die Kalibergröße unterscheiden. Während beim Licht- und Luftgewehr vor allem die statische Ruhe im Vordergrund steht, fordern Kleinkaliber (KK) und Großkaliber (GK) zusätzlich den Umgang mit Windverhältnissen und Rückstoß.

Im Gegensatz zur Pistole wird das Gewehr meist beidhändig geführt und im Anschlag fest in die Schulter eingezogen. Die Zielaufnahme erfolgt in der Regel über Diopter und Korntunnel oder eine offene Visierung. Entscheidend für den Erfolg sind eine extrem ruhige Körperhaltung, eine kontrollierte Atemtechnik und das präzise Timing beim Auslösen des Schusses.

Je nach Disziplin und Altersklasse wird stehend (freihändig oder aufgelegt), kniend oder liegend geschossen.

IPSC (BDS):

IPSC steht für „International Practical Shooting Confederation“ und ist eine dynamische Schießsportdisziplin, die im Bund Deutscher Sportschützen (BDS) organisiert wird. Im Mittelpunkt stehen Geschwindigkeit, Präzision und sichere Waffenhandhabung – nach dem Motto: Diligentia, Vis, Celeritas (Genauigkeit, Kraft, Schnelligkeit).

Geschossen wird mit Kurz- oder Langwaffen auf abwechslungsreichen Parcours mit mehreren Zielen. Die Schützen bewegen sich dabei durch die Stage, überwinden Hindernisse und lösen unterschiedliche Schießaufgaben. Neben Treffgenauigkeit zählt vor allem die Kombination aus Zeit und Punkten.

IPSC erfordert hohe Konzentration, Reaktionsfähigkeit, Koordination und mentale Stärke. Sicherheit hat dabei oberste Priorität – jede Bewegung und jeder Handgriff folgt klaren Regeln.

IPSC ist anspruchsvoll, actionreich und verbindet sportlichen Wettkampf mit taktischem Denken und kontrollierter Dynamik.

Steelchallenge (BDS):

Steel Challenge ist eine dynamische Schießsportdisziplin im Bund Deutscher Sportschützen (BDS), bei der Geschwindigkeit und Präzision im Mittelpunkt stehen.

Geschossen wird auf fest aufgebaute Stahlziele (Plates), die in vorgegebenen Parcours angeordnet sind. Jede Stage besteht aus fünf Stahlzielen, die möglichst schnell und fehlerfrei getroffen werden müssen – das letzte Ziel ist dabei stets die sogenannte „Stop Plate“, welche die Zeit beendet.

Im Gegensatz zu IPSC gibt es keine wechselnden Parcoursabläufe: Die Stages sind standardisiert und werden mehrfach wiederholt, wobei die besten Zeiten gewertet werden. Entscheidend ist das optimale Zusammenspiel aus sauberer Technik, schneller Zielerfassung und kontrollierter Schussabgabe.

Steel Challenge ist actionreich, klar strukturiert und sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Wettkampfschützen eine spannende Herausforderung.

Vorderlader:

In diesem Disziplinbereich werden verschiedene Kurz- und Langwaffen geschossen, die als Originale oder originalgetreue Nachbauten historischer Vorderlader ausgeführt sind. Charakteristisch ist, dass Schwarzpulver und Geschoss nacheinander von vorn in den Lauf geladen werden.

Je nach Epoche unterscheidet man drei Zündsysteme:

    • Luntenschloss (Zündung durch glimmende Lunte)

    • Steinschloss (Funkenzündung durch Feuerstein)

    • Perkussionsschloss (Zündung durch Zündhütchen)